Sonntag, 16 Mai 2021

2020.08.15 - 01. Spieltag: SV Union Heyrothsberge - Ummendorfer SV 1:3 (0:1)

Foto: Michael Donau

Fußball-Landesliga Heyrothsberge ärgert sich über 1:3 (0:1)-Auftaktpleite gegen Ummendorf

Heyrothsberge (bjr) l Es wirkte fast so, als müsse sich André Hoof vom Wahrheitsgehalt seiner Aussage selbst ein wenig überzeugen. Das Spiel gemacht und trotzdem verloren. Glaubt einem ja kein Mensch, auch wenn in Fußball-Deutschland jedes Wochenende der tausendfache Gegenbeweis erbracht wird. Doch gab es am Sonnabend beim Landesliga-Saisonauftakt in Heyrothsberge zumindest 130 Zeugen, welche die Einschätzung des Union-Trainers teilen konnten: „Es mag sich blöd anhören, aber wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft. Wenn ich an die Qualität unserer Chancen denke, die viel höher lag als beim Gegner...“ Das Problem aus Heyrothsberger Sicht war aber, dass der Kontrahent vom Ummendorfer SV aus wenig Potenzial viel herausholte und so mit 3:1 (1:0) gewann.

Angesichts der Tatsache, dass der USV wie kein zweiter Club die Wechselperiode genutzt hat, um möglichst namhafte Verstärkung an Land zu ziehen, mag sich mangelnde Qualität wie blanker Hohn anhören. Tatsächlich verblüfften die Gäste um ihren Königstransfer Christopher Handke im Saisondebüt jedoch durch ihre defensive Grundausrichtung. Nicht nur Hoof rieb sich so anfangs die Augen: „Wir waren offen gesagt sehr verblüfft, dass sich Ummendorf tief hinten reingestellt und mit einer Fünferkette alles abgeriegelt hat. Das hatten wir so auf keinen Fall erwartet.“ Die Legitimität und das Überraschungsmoment hatte die Börde-Elf damit aber ebenso auf ihrer Seite wie den Erfolg.

Während personell gehandicapte Unioner also ohne ihr gewohntes Umschaltspiel klarkommen mussten, wurden abwartende Gäste schneller belohnt, als sie es sich möglicherweise selbst ausgemalt hatten. Florian Köhler machte nach sechs Minuten aus keiner Chance ein Tor, als sein 25-Meter-Freistoß SVU-Torhüter Christopher Biegelmeier alt aussehen ließ. Die frühe Führung wirkte wie entworfen für destruktives Spiel.

Unbeirrt davon liefen die Gastgeber weiter an. Prallten sie nicht an der massiven USV-Wand ab, wurde es brandgefährlich. So gebührte Stefan Groth nach der Pause die hochkarätigste Chance im Spiel. Der Heyrothsberger Kapitän lief nach 49 Minuten allein auf Gästetorwart Alexis Lenhard zu, setzte den Abschluss aber zu weit links an. Auf der Gegenseite folgte spiegelbildlich zur ersten Hälfte das 2:0: Wieder legte sich Köhler den Ball zum Freistoß zurecht, wieder jubelten die Ummendorfer (53.). Zwar verkürzte Karsten Völckel eine Viertelstunde vor Schluss nach regelwidrigem Einsatz von Handke gegen Christian Kloska vom Elfmeterpunkt, doch zur Wende trug der 1:2-Anschluss nicht bei. Stattdessen machte der eingewechselte Maurice Bader in den Schlussekunden für den Staffelfavoriten alles klar. „Zwei Standard-Situationen und ein Konter, dem ein individueller Fehler von uns vorausgeht. Aber im Fußball gewinnt eben nicht immer der Bessere, sondern der, der das Optimale herausholt“, fasste Hoof zusammen.

Kein Vorwurf, aber auch kein Grund zur Selbstgefälligkeit

Der Coach der Unioner konnte seiner Elf daher abgesehen von der Effektivität keinen Vorwurf stricken. Auch trotz der Ausfälle von Kapitän Marcus-Antonio Bach, Routinier Benjamin Schäfer oder Abwehrchef Marcel Gieseler blieb eine spielerisch ansprechende Vorstellung haften, der jedoch die Belohnung fehlte: „Es war maßlos enttäuschend, dass wir nicht mindestens ein Punkt bei uns behalten haben. Das war auch unser Ziel – ganz egal, wer da nun kommt“, haderte Hoof und hob zugleich den Zeigefinger: „Die Gefahr besteht darin, dass wir uns jetzt für eine spielerisch gute Leistung auf die Schulter klopfen. So eine Partie müssen wir am Ende aber auch gewinnen.“ Idealerweise schon in einer Woche, wenn der Landespokal nach Schönebeck ruft – und sich danach der Gegner um Erklärungen für das Unerklärliche bemühen muss.

Union: Biegelmeier – Krümling, Horn, C. Kloska, Schröder, Völckel, Wittpahl, Thormeier, Groth, Podehl (60. Schmidt), Raue (56. Witte)

Ummendorf: Lenhard – Heimrath, Kauffmann, Fischer (71. Grewe), Meyer, Köhler, Handke, Burger, Neugebauer (61. Müller), Strauß (56. Marschke), Deumelandt (85. Bader)

Tore: 0:1, 0:2 Florian Köhler (6., 53.), 1:2 Karsten Völckel (76., FE), 1:3 Maurice Bader (89.)

SR: Michael Andrae (Bernburg), Marcel Kautz, Sebastian Rudolf; ZS: 130

Quelle: Burger Volksstimme vom 17.08.2020

Bilder von Michael Donau gibt es auf fupa.net oder auf unserer Facebook-Seite

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