Sonntag, 16 Mai 2021

2020.08.22 - 1. Runde Landespokal: Union 1861 Schönebeck - SV Union Heyrothsberge 6:4 n.E. (2:2, 1:1)

Foto: Michael Donau

Fußball-Landespokal Heyrothsberge verliert in Schönebeck 4:6 (2:2, 1:1) nach Elfmeterschießen

Raus mit Applaus: In der ersten Landespokalrunde war für die Landesliga-Fußballer vom SV Union Heyrothsberge erst im Elfmeterschießen Endstation. Ungeachtet des Ausscheidens in Schönebeck brachten die 120 plus X Minuten vom Sonnabend das ausfallgeplagte Team ein gutes Stück voran.

Von Björn Richterund Kevin Sager

Schönebeck/Heyrothsberge l Als sich Philip Küster nach 119 Minuten die Handschuhe sowie das orangefarbene Trikot überstreifte, das ihn als Torhüter erkennbar machte, ließ dieser Vorgang zunächst eine nette Geste erahnen. Schönebecks Ersatzkeeper war längere Zeit verletzt, rückte am Sonnabend aber für das Elfmeterschießen in der ersten Landespokal-Runde für Stephan Pingel zwischen die Pfosten. Wie sich erst nach dem 6:4 (2:2, 1:1)-Shootout hatte Trainer Thomas Sauer mit Küster ein Ass aus dem Ärmel geholt: „In puncto Körpermaß ist Philip Stephan einen Schritt voraus. Es macht beim Gegner schon Eindruck, wenn dort ein Keeper mit einer Spannweite von über zwei Metern steht. Wenn er in die richtige Ecke abtaucht, hat er mit großer Wahrscheinlichkeit auch den Ball.“ Und weil Küster während der ersten beiden Versuche des SV Union Heyrothsberge gegen Karsten Völckel einmal richtig abtauchte und einmal gegen Miguel Deckert den Ball an die Torlatte „guckte“, zogen die Gastgeber am Sonnabend in die zweite Runde ein.

Dass seine Elf das Wettbewerbsgeschehen am Wochenende 3./4. Oktober aus der Ferne verfolgen muss, ärgerte Gästetrainer André Hoof aber nur kurzzeitig. Denn seine Mannschaft hatte zumindest ein Versprechen eingelöst: „Vor der Verlängerung hatten die Jungs eine klare Vorgabe erhalten: Wir verlieren dieses Spiel nicht nach 120 Minuten.“ Dass es beim anschließenden Glücksspiel vom Elfmeterpunkt doch passierte, tat ob der gezeigten Leistung der Unioner auch nur halb so weh.

Speziell in der ersten Hälfte wirkte Heyrothsberge spielerisch reifer. Schönebeck operierte viel mit langen Bällen, agierte daneben aber ohne erkennbaren Plan. Wenn die Elbestädter doch probierten, spielerische Sicherheit zu erlangen, schlug das Experiment fehl wie auch in der 21. Minute, als die Gäste einen Fehlpass abfingen und sich Philipp-Maik Witte stark gegen die Defensive der Gastgeber durchsetzte und trocken zur 1:0-Führung verwandelte. Auch wenn sich die Platzherren bis zur Pause fingen und auch die eine oder andere Torraumszene anboten, war die Halbzeitführung für Heyrothsberge verdient. „Dass wir es trotz des Ausfalls von sechs wichtigen Spielern in der ersten Hälfte so gut lösen, hat mich gefreut“, so Hoof.

Nach dem Seitenwechsel war klar, dass Schönebeck mehr investieren musste. Kapitän Mathias Rhode, zuvor in ungewohnt defensiver Rolle aufgeboten, rückte nach vorn in die Schaltzentrale und verlieh dem Spiel seiner Mannschaft sichtlich mehr Struktur. Doch es brauchte schon einen unzureichenden Klärungsversuch der Gäste, um zum Ausgleich zu gelangen. Marcus Bolze sagte nach 72 Minuten „Danke“ und schoss seine Farben letztlich in die Verlängerung.

In dieser schlug zunächst der Gastgeber zu. Nach Vorlage von Rhode erzielte Bolze in der 97. Minute die 2:1-Führung. Nach dem erneuten Seitenwechsel war Heyrothsberge jedoch auf Zack. Erst wenige Sekunden im Spiel, war Maximilian Schmidt zur Stelle und tunnelte Pingel zum 2:2-Ausgleich. SVU-Torhüter Christopher Biegelmeier musste kurz vor dem Ende gegen Bolze noch einmal sein ganzes Können aufbieten, führte sein Team aber ins Elfmeterschießen, wo er selbst einen Versuch im gegnerischen Tor unterbrachte und gegen Erik Nordmann parierte. Gereicht hat es am Ende zwar nicht, geholfen aber schon. Hoof: „Für einige, die nicht die komplette Vorbereitung absolviert haben, war es wichtig, noch einmal die vollen 120 Minuten zu sammeln.“ Derart gerüstet, geht es nun am Sonnabend zum fälligen Liga-Duell nach Blankenburg.

Schönebeck: Pingel (119. Küster) – Klepel, Weidemeier (91. Baumgarten), Drewes, Nordmann, Schiefer, Rhode (110. Harms), Polczyk, Dehnecke (62. Schäfer), Bolze, Bethke (46. Heinrich)

Union: Biegelmeier – Peukert, Horn, M. Kloska (106. Schmidt), Witte (67. Raue), Thormeier (106. M. Deckert), Völckel, Schröder, T. Rieche (68. Tilche), Schäfer, Koch (59. Groth)

Tore: 0:1 Philipp-Maik Witte (22.), 1:1 Marcus Bolze (72.), 2:1 Marcus Bolze (97.), 2:2 Maximilian Schmidt (106.)

SR: Alexander Kroll (Wernigerode); ZS: 84

Elfmeterschießen: 3:2 Denny Klepel, Miguel Deckert verschießt, 4:2 Maximilian Heinrich, Karsten Völckel verschießt, 5:2 Marcus Bolze, 5:3 Christopher Biegelmeier, Erik Nordmann verschießt, 5:4 Maximilian Schmidt, 6:4 Paul Schiefer

Quelle: Burger Volksstimme vom 25.08.2020

Bilder von Michael Donau gibt es auf fupa.net oder auf unserer Facebook-Seite

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