SV Union Heyrothsberge e.V.

2024.05.11 – 24. Spieltag: Union 1861 Schönebeck – Union 4:1 (2:1)

Landesliga-Kicker von Union Heyrothsberge haben es dem Spitzenreiter Union Schönebeck gehörig schwer gemacht. Am Ende muss sich das Schlusslicht aber mit 1:4 (1:2) beugen.

Von Kevin Sager (Volksstimme, 13.05.2024)

Georg Polczyk ging mit Marco Westhause zum Ball und der Pressschlag landete vor den Füßen des Schönebeckers. Dieser ging noch ein paar Schritte, stand an der Kante des Strafraumes und hielt mit seinem schwächeren linken Fuß einfach mal drauf. „Ich
habe nach dem Spiel mit ein paar Spielern von Schönebeck gesprochen. Selbst die waren überrascht, denn eigentlich hat er sein linkes Bein nur zum Stehen“, blickte Heyrothsberges Trainer Marcel Gieseler auf die witzelnden Teamkollegen Polczyks nach dem zwischenzeitlich 2:0 zurück. Aber die Szene war eben auch bezeichnend für die Situation der Heyrothsberger. „Gegen uns gehen diese Schüsse einfach rein“, 
ärgerte sich Gieseler über das fehlende Glück. Wenig verwunderlich war es daher auch, dass seine Elf als Schlusslicht gegen den Spitzenreiter nur selten Land sah und sich deutlich mit 1:4 (1:2) geschlagen geben musste. 

„Schönebeck hat den Vorteil, dass es mit Denny Piele und Marcus Bolze Unterschiedsspieler hat, die Partien einfach im Alleingang entscheiden.“ Gieseler hingegen bot nur Hannes Schulze als einzige Spitze auf, der sich für seine Bemühungen aber ein Sonderlob abholte. „Hannes hatte keinen einfachen Stand und war über weite Strecken auf sich allein gestellt. Aber er macht das Tor und viele Wege.“ 

Doch bevor Schulze in Erscheinung trat, waren die Gastgeber schon zwei Mal erfolgreich. Piele und eben Polczyk trafen. Doch direkt nach dem zweiten Gegentor sahen die Heyrothsberger ihre Chance. Vom Anstoß weg benötigten die Gäste nur zwei Pässe, kamen erfolgreich in den Rücken der Schönebecker Abwehr und Steffen Grothe bediente Schulze mustergültig. „Wir gehen dann mit einer geilen Stimmung in die Kabine“, meinte Gieseler. Sein Team konnte den Schwung auch nutzen und hatte die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte im Griff. „Wir standen sehr kompakt und haben auf Konter gelauert. Dann hatten wir auch unsere drei, vier Momente, aber eben nicht die Spieler vom Format Piele und Bolze, die aus wenig viel machen. Schönebeck vollendete die Konter eben, wir nicht“, haderte Gieseler. So kam es dann auch. Bolze bediente Piele, der zum 3:1 traf. „Das sind die kleinen Unterschiede. Sie sind dann einfach abgezockter“, hielt der Heyrothsberger Coach fest. Bolze war es dann auch, der den Endstand herstellte. 

Trotz des Ergebnisses war Gieseler nicht unzufrieden. „Ich habe einiges Positives gesehen. Es war ein faires Spiel, weil beide Seiten versucht haben, Fußball zu spielen. Am Ende fiel das Ergebnis vielleicht um ein Tor zu hoch aus.“ 

Schönebeck: Jaffke, Michaelis, Reineke, Brock, König (70. Ginter), Dehnecke (62. Weidemeier), Drewes, Nordmann, Polczyk, Bolze, Piele (84. Herzog) 

Union: Biegelmeier, Peukert, Kloska, Raue, Schlüter, Westhause, Wöhler, Vorhölter, Groth (70. Gropius), Vogel (84. Völckel), Schulze 

Tore: 1:0 Piele (32.), 2:0 Polczyk (43.), 2:1 Schulze (43.), 3:1 Piele (76.), 4:1 Bolze (83.)

SR: Meier (Samswegen), ZS: 52 

 

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert