SV Union Heyrothsberge e.V.

2026.04.18 – 23. SP: BSV 79 – Union 1:2 (0:1)

Heyrothsberge setzt sich knapp durch.

Burger Volksstimme vom 21.04.2026

Sobald das Phänomen Christian Kloska wieder etwas greifbarer geworden ist, folgt in dieser Saison zuverlässig ein Spieltag, an dem der 37-Jährige vom SV Union Heyrothsberge für allgemeine Verblüffung sorgt. So auch bei Trainer Marcel Gieseler: „Das kommt selbst für seine Verhältnisse nicht so oft vor, dass ,Klossi’ sieben Treffer an einem Tag erzielt.“ Zwar etwas ungleichmäßig verteilt, aber nicht zum Nachteil der Landesklasse-Elf. Denn nachdem Kloska am Vormittag einen Sechserpack für die Altherren beim 8:2-Erfolg über die SG MSV/MSC Preussen geschnürt hatte, ließ er sich auch im Landesklasse-Gastspiel beim BSV 79 Magdeburg nicht lange bitten und erzielte zu Beginn der zweiten Hälfte den 2:1 (1:1)-Siegtreffer für die Unioner.

Dorthin war es für die Gäste im gefürchteten Cracauer „Käfig“ jedoch ein weiter Weg. Schließlich bringt die Heimstätte des BSV 79 auch immer eine Extraportion Zufälligkeit ins Spiel. „Dieser eng bemessene Platz lädt nicht wirklich zum Kombinieren ein. Da ist das Spielgerät schnell mal weg und du läufst in einen Konter“, umriss Gieseler. Ausschlaggebend für den verpatzten Start war indes ein streitbarer Freistoß der Gastgeber. Einen zu inkonsequenten Klärungsversuch von Tom Marks später hieß es 0:1 aus Heyrothsberger Sicht (6.).

Union ging im Verlauf des Nachmittags die Lust am gepflegten Kurzpassspiel immer mehr verloren. Irgendwann unterwarfen sich die Gäste sogar vollends der BSV-Doktrin des langen Balls, fühlten sich damit aber sichtlich unwohl. Für den großen Lichtblick der ersten Hälfte hatte indes ein Rückkehrer gesorgt: Eduard Schäfer besorgte nach einem Eckball den 1:1-Ausgleich (16.). Nach ausgestandener Verletzung aus Sicht seines Trainers nur logisch: „Er wird für uns immer wichtiger. Mit seiner Athletik hilft uns ,Edu’ defensiv wie auch nach vorn.“

Zur Freude darüber, dass Kloska nur Momente nach Beginn der zweiten Hälfte die Führung besorgte (46.), gesellte sich in weiterer Folge aber auch Unzufriedenheit: „Wir müssen das dritte oder vierte Tor nachlegen. So hat sich genau die gleiche Situation wie in der Vorsaison ergeben, als der BSV in der 90. Minute noch mal zum Abschluss kam. Damals ging es 2:2 aus, dieses Mal konnten wir den Schuss blocken“, schilderte Unions Coach und dürfte bereits den kommenden Sonnabend im Sinn haben. Im Gipfeltreffen auf eigenem Platz gegen den Spitzenreiter aus Eilsleben verbietet sich ein zu verschwenderischer Umgang mit den eigenen Möglichkeiten.

 

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