Heyrothsberge schlägt Osterweddingen torreich mit 6:3 (2:2)
Burger Volksstimme vom 09.06.2026
Union Heyrothsberge hat seine Hausaufgaben erledigt, doch im Meisterschaftsrennen der Fußball-Landesklasse 2 dürfte der Zug endgültig abgefahren sein. Während die Unioner ihr Heimspiel gegen den Osterweddinger SV mit 6:3 (2:2) gewannen, setzte sich Spitzenreiter Möser zeitgleich mit 3:1 gegen den Eilslebener SV durch. Zwei Spieltage vor Saisonende beträgt der Rückstand der Heyrothsberger als Tabellenzweiter damit weiterhin sechs Punkte. Bei nur noch sechs zu vergebenden Zählern spricht nun alles für Möser. „Das wird sich Möser nicht mehr nehmen lassen. Den einen Punkt werden sie schon noch irgendwo auftreiben in den letzten zwei Spielen“, sagt auch Heyrothsberges Coach Marcel Gieseler.
Dabei bekamen die Zuschauer auf dem Sportplatz in Heyrothsberge noch einmal beste Unterhaltung geboten. Neun Tore, zahlreiche Chancen und immer wieder wechselnde Spielphasen sorgten für ein echtes Offensivspektakel. „Es war im Großen und Ganzen das erwartete Spiel. Es waren immer rassige, immer interessante und ansehnliche Duelle mit Osterweddingen – gestern auch mit den neun Toren“, sagte Union-Trainer Marcel Gieseler nach der Partie.
Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen bereits nach zehn Minuten durch Oskar Yannick Schulze in Führung. Heyrothsberge ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Christian Kloska glich nach 19 Minuten zum 1:1 aus. Gieseler hatte über weite Strecken eine klare Spielkontrolle seiner Mannschaft gesehen. „Wir hatten gefühlt 80 Prozent Ballbesitz. Osterweddingens Ballbesitzphasen haben sich eigentlich ausschließlich auf das Umschaltspiel konzentriert“, erklärte der Coach. Genau über diese Umschaltsituationen blieb der Osterweddinger SV gefährlich. Robin Koch nutzte nach 24 Minuten einen schnellen Angriff zur erneuten Führung der Gäste. Doch wie schon beim ersten Rückstand fand Heyrothsberge schnell eine Antwort. Alexander Vasükov bereitete per Flanke vor, Hannes Schulze köpfte zum 2:2 ein (42.). Kurz nach dem Seitenwechsel brachte Vasükov die Gastgeber erstmals in Führung. Nach einer Ecke reagierte der Offensivspieler am schnellsten und drückte einen Abpraller zum 3:2 über die Linie.
Wer nun glaubte, die Partie sei entschieden, wurde eines Besseren belehrt. Osterweddingen blieb mit seiner Effizienz im Umschaltspiel brandgefährlich. Nach einem sehenswerten Treffer von Oskar Yannick Schulze stand es plötzlich wieder 3:3 (62.). „Das war der dritte Torschuss und ein Sonntagschuss von halblinks rechts oben in den Giebel. Da konnte unser Torwart nur staunen“, schilderte Gieseler. Doch Unions Antwort folgte erneut. Dean-Robbin Taube traf nach einem langen Ball des Torhüters zum 4:3 (69.), ehe Christian Kloska nur eine Minute später per Kopfball nach einer Flanke von Taube auf 5:3 erhöhte. Tom Marks setzte den Schlusspunkt zum 6:3-Endstand (83.).
„Unsere Spielkontrolle blieb über die 90 Minuten hinweg bestehen. Wir hatten das Übergewicht an Chancen und irgendwann hatte Osterweddingen keine Antworten mehr“, analysierte Gieseler. Mit einem Schmunzeln griff der Trainer dabei sogar einen Kommentar aus dem Umfeld auf: „Wir waren das nervige Kind, das immer das letzte Wort hatte.“
