Fußball-Landesklasse: Union Heyrothsberge setzt sich auswärts gegen den Osterweddinger SV mit 3:1 (1:0) durch. Damit bleibt die Elf um Coach Florian Sprengler weiter ungeschlagen.
Burger Volksstimme vom 22.09.2026
Florian Sprengler ist kein Trainer, der auf den Zufall setzt. Vielmehr kann man Woche für Woche davon ausgehen, dass der Trainer von Union Heyrothsberge einen auf den Gegner abgestimmten Matchplan parat hat. Gegen den Osterweddinger SV ging dieser vollends auf und mündete in einem 3:1 (1:0)-Auswärtssieg.
Die Marschroute in der Börde war klar: „Wir wollten früh draufgehen, Osterweddingen schnell im Spielaufbau stören und so auch den Angreifer des Gegners aus dem Spiel nehmen“, so Sprengler. Denn auch bis ins Jerichower Land hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass Robin Koch so etwas wie die personifizierte Torgarantie für Osterweddingen ist. Gegen Heyrothsberge allerdings konnte sich Koch einzig in den Anfangsminuten in Szene setzen. „Wir hatten anfangs Probleme, ins Spiel zu kommen“, wusste auch Sprengler.
So verfehlte Koch nach vier Minuten nur denkbar knapp eine Hereingabe und auch Erik-Niklas Reuter vergab kurze Zeit später nach Flanke von Koch. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Unioner besser ins Spiel „und spätestens nach dem 1:0 für uns ging das Spiel dann auch in die Richtung, die wir wollten, mit viel Dominanz und Ballbesitz für uns“, so Sprengler.
Als „Dosenöffner“ diente ein gut herausgespielter Treffer von Bennet Vogel, der eine Hereingabe von Hannes Schulze zum 1:0 einschob (22.). Zuvor hatte Moritz Hanke den Ball sehenswert über die rechte Angriffsseite erobert. Auch nach dem Führungstreffer blieb Heyrothsberge am Drücker, doch erst ein paar taktische Umstellungen in der Halbzeitpause sollten letztlich den Unterschied machen. „Wir mussten in der Pause schon noch ein paar Dinge justieren, unter anderem im Spielaufbau und bei unseren Diagonalbällen“, so Sprengler in der Nachbetrachtung der Partie.
Doch es war weniger ein perfekt einstudierter Spielzug als ein Traumtor von Tom Marks, das die Wende brachte. Aus rund 16 Metern überlegte Marks nicht lange und setzte den Ball zum 2:0 in den Winkel (46.). „Das war dann schon ein bisschen die Entscheidung“, sah Sprengler den Treffer als Knackpunkt im Spiel.
Seine Elf dominierte das Spiel in den folgenden Minuten, ihr fehlte im letzten Drittel aber immer wieder die Durchschlagskraft. So dauerte es bis zur 58. Minute, ehe Moritz Hanke nach einem Eckball zum 3:0 einköpfte und damit endgültig jeden Zweifel über den Auswärtssieg beseitigte. Am Ende gelang Osterweddingen in der 83. Minute noch der 1:3-Anschlusstreffer, nachdem der Ball durch einen Platzfehler unglücklich vor Union-Keeper Christopher Biegelmeier aufsprang und zum OSV-Ehrentor im Netz landete.
Die Unioner behalten damit weiter ihre „weiße Weste“ in der Fußball-Landesklasse, Staffel 2, und thronen nach sieben Punkten aus drei Spielen auf Rang zwei. „Wir können schon sehr zufrieden sein mit dem Saisonstart, wenn wir das Pokalspiel ausnehmen“, so Sprengler. „Wir wollen jetzt im Training an diese Leistungen anknüpfen und intensiv arbeiten, damit wir auch das Derby für uns entscheiden können.“ Am kommenden Sonnabend empfangen die Unioner die SG Niegripp, die bislang noch punktlos ist, auf heimischem Geläuf.
Osterweddingen: Steinwerth, Klaus, Kowalczik (72. Embach), Schneider (85. Gebhardt), Poliscuks, Iser (64. Magel), Nölle, Reuter (72. Hübler), Fröhlich (66. Nakoinz), Koch, Grüneberg
Union: Biegelmeier, Wöhler (73. Sensenschmidt), Hilmer (79. Thorand), Völckel, Kloska, Marks, Schlüter, Schulze, Marth, Vogel (70. Taube), Hanke
Tore: 0:1 Vogel (22.), 0:2 Marks (46.), 0:3 Hanke (58.), 1:3 Nakoinz (80.)
SR: Winter – ZS: 83
